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Salesforce Marketing Cloud  –  Vergleich Classic Content versus Content Builder

Seit dem Launch des Content Builders können User zwischen Classic Content und Content Builder wechseln oder parallel arbeiten. In unserem Artikel beleuchten wir, was den Content Builder kennzeichnet, und zeigen Ihnen einen Vergleich mit den wichtigsten Features zu dem Classic Content auf. Sie erfahren im Nachfolgenden, wann sich ein Wechsel von Classic Content zu Content Builder lohnt.

Content Builder

Laut Salesforce Marketing Cloud Dokumentation, ist der Content Builder ein Cross-Channel Content Management Tool, das es Ihnen ermöglicht, sowie Bilder als auch Dokumente und Content an einer zentralen Stelle in der Marketing Cloud zu konsolidieren. Mit einer easy-to-use, Drag & Drop Oberfläche, ist der Content Builder effizienter als alle vorherigen Kreations- und Editierungstools. Der Content Builder wurde als erstes mit dem E-Mail Studio integriert. Genau dieser Punkt zeigt auf, weshalb sich Salesforce für ein komplett neues Produkt entschieden hat. Das E-Mail Studio mit den Classic Content ist an seine Grenzen gestoßen, insbesondere im Blick auf das Thema "Usability" und "Cross-Channel". Ein enscheidender Grund, sich für die Marketing Cloud zu entscheiden, ist seine Marketing-Aktivitäten zentral in einer Plattform – möglichst effektiv und effizient – zu steuern. Aufgrund dessen war es allerhöchste Zeit ein Content Tool einzuführen, das zentral über alle Applikationen den Content verfügbar macht. Im Zuge der steigenden Bedeutung von Marketing Automation wurde offensichtlich, dass Content über mehrere Kanäle verfügbar und zentral verwaltbar sein muss. 

Content Builder Marketing Cloud.png

Bislang ist vor allem die Verfügbarkeit über mehrere Kanäle noch im Ausbau. Im ersten Schritt galt es, den Content Builder für E-Mails zu integrieren. Die Beweggründe waren vielzählig. Zum einen kennzeichnen E-Mails den Löwenanteil im Bereich der Direktmarketing-Aktionen, zum anderen ist der Editor und Edit/Send Flow nicht in jedem Fall einfach und nachvollziehbar.

Content Builder – Erste Schritte

Für alle User, die bereits mit Classic Content arbeiten und über einen Wechsel zum Content Builder nachdenken, wurde schon viel Vorarbeit von Salesforce geleistet, um es Ihnen so einfach wie möglich zu machen. Tatsächlich ist der Content Builder eine eigenständige Applikationen. Es handelt sich hier nicht  wie etwa in der SalesCloud – um einen simplen Button, der Sie zu einer neuen Oberfläche (Lightning) bringt. Alle E-Mails, Templates, Assets, müssen zunächst in die Applikation geladen werden.

Import Assistant Marketing Cloud.png

Mithilfe eines Import-Assistenten kann entweder ein kompletter Ordner oder nur ein bestimmter Content repliziert werden. An der Stelle sollten Sie genau überlegen, ob Sie alle bestehenden E-Mails, Kampagnen und Templates übertragen oder sie lediglich neue erstellen möchten. In den meisten Fällen empfiehlt es sich, bereits bestehende Kampagnen im Classic Content laufen zu lassen. Andernfalls ist es mit weitaus größeren Aufwand verbunden, insbesondere wenn noch externe Systeme, Webseiten, Formulare, etc. mit integriert sind. Jeder importierte Content sollte zudem einzeln im Content Builder geprüft werden. Bei Verwendung vom AMPscript werden manche Funktionen nicht mehr unterstützt bzw. wurden ersetzt (dazu später mehr in dem Beitrag). Auch HTML Templates bedürfen einer Prüfung vor dem Einsatz im neuen Content Builder, da der Editor etwas anders funktioniert.

Classic Content versus Content Builder

Bisher gibt es keine offizielle Gegenüberstellung beider Applikationen, die einzelne Funktionen miteinander vergleicht. Vielmehr gibt es eine "Consideration List" auf der  Webseite help.marketingcloud.com. Nachfolgend haben wir eine Liste erstellt, die beides gegenüberstellt.

 

Content Builder

Classic Content

Kanäle

   

E-Mail

   

Mobile

 geplant   

Social Media

 geplant   

Web

geplant  

WYSIWYG Editor

 

 

Unterstützt Copy & Paste von einem Notepad Programm

 

 

Unterstützt direktes Copy & Paste aus Word

 

 

Unterstützt multiple Content Blöcke in einer Content Area

 

 

Bestehende Content-Reihenfolge kann einfach per Drag & Drop verändert werden

 

 

Content kann zwischen den Business Units geteilt werden

 

 

Flexible Ordner-Struktur

 

 

Unterstützt Inbox Preview

 

 

Unterstützt Content Detective

 

 

Die durchaus wichtigste Neuerung, ist die Copy & Paste Auswahl. Neben dem normalen Einfügen "Übertragen aller Formate", kann auch das Einfügen als Plain Text "Formatvorgaben aus dem HTML der E-Mail werden übernommen" und das Einfügen von Word (da es hier spezielle Formatierungsprobleme in der Vergangenheit gab) gewählt werden. Aber auch eine "echte" Drag & Drop Funktion der Contentplatzierung spricht sehr für die Verwendung des Content Builders. Im Classic Content ist es zwar möglich, Content per drag & drop in das Template zu ziehen, aber nachträglich kann die bestehende Reihenfolge nur auf Umwegen (Store in Content Library und erneut per Drag & Drop reinziehen) ändern. Insbesondere Unternehmen, die einen umfänglichen Approval-Prozess haben, und deren Content-Reihenfolge im Mailing beim ersten Entwurf noch nicht fix ist, sind damit wesentlich flexibler.

 

Content Builder

Classic Content

Unterstützt neue AMPscript Funktionen (oder ersetzt bestehende AMPscript Funktionen)

 

 

Content Bibliothek kann von den User nicht überschrieben werden

 

 

Content Block unterstützt als Standard:

   

Text Only

   
Image Only 

 

 

Image Over Text, Text Over Image, Image Left, Image Right

 

ersetzt durch Layouts

 

HTML only

   

Im Content Builder werden neue AMPscript-Funktionen unterstützt. Im Classic Content musste man bisher mit der Funktion ContentAreabyName einen Ordner-Pfad angeben. In den meisten Fällen hat das zu Verwirrungen geführt.

  • ContentBlockByKey()
  • ContentBlockByID()
  • ContentImageByID()
  • ContentImageByKey()

Diese Funktionen referenzieren jeweils auf Customer Key oder ID, um Content (ContentBlockBy..) oder ein Image Tag (ContentImageBy..) aus einen anderen Content Block zu ziehen.  

Etwas komplizierter wird es bei den Content Edit Permissions. Bei der Verwendung im Tempate konnte im Classic Content bislang ein Content Block nicht überschrieben werden. Nur über den Weg, in den jeweiligen Content Block Ordner zu gehen und dort einen entsprechenden Content Block zu ändern und zu speichern, war dies überhaupt möglich. Auch das kann im Classic Content durch Permissions restriktiert werden. Im Content Builder gibt es nun auch eine "Update" Funktion beim Editieren eines Content Blocks. Dies kann dazu führen, dass der bestehende Content Block überschrieben wird. Umso wichtiger ist es beim Einsatz des Content Builders auf ein sauberes Permission Setting zu achten und den Nutzern gegebenenfalls Kopien der Original Content Blöcke zur Verfügung zu stellen.

 

Content Builder

Classic Content

Content Blocks Supports as Standard

   

Free form (HTML, Text, Image, etc.)

 

 

Simple Dynamic Content

 

 

A/B Testing

 

 

Social Sharing

 

 

Social Follow

 

 

Button

 

 

Layout (z. B. One Column Text + Button (center-aligned))

 

 

Externer Content (Abruf von Content von einer externen Website)

 

 

Die von der Marketing Cloud unterstützen Content Blöcke wurden mit dem Content Builder etwas aufgeräumt. Image Over Text, Text Over Image, Image Left und Image Right wurden durch Layouts ersetzt. Layouts bieten eine solide Auswahl aus einer Sammlung von kleinen Standard Templates.

Marketing Cloud Content Layout Style.png

Die wohl wichtigsten Neuerungen sind der Button Content Block, sowie Social Sharing und Social Follow. Eigene Buttons können kreiert und an die  Corporate Identity angepasst werden. Dies spart nicht nur eigene Grafik-Ressourcen, sondern ist auch ohne HTML-Kenntnisse machbar. Interessant ist, dass der Button ein eigener Content Block ist, den man in einen bestehenden Content Block (bspw. Artikel 2-spaltig) hinzufügen kann. Diese Funktion ist im Classic Content nicht gegeben. Social Sharing und Follow können ebenfalls in ein bestehenden Content Block integriert werden. Neben Facebook, Twitter und LinkedIn, kann das Modul noch um Google+ und eine "Forward to Friend" Funktion erweitert werden.

Zusammenfassung

Derzeit stehen beide Applikationen zur Verfügung und es gibt bisher auch keinen Termin, ob und wann Classic Content eingestellt wird. Jedoch ist davon auszugehen, dass alle neuen Features zukünftig nur noch im Content Builder veröffentlicht werden. Bis auf wenige Funktionen, die wir in den Beitrag nicht beleuchtet haben, steht der Content Builder den Classic Content in nichts nach. Insbesondere durch das neue Editor-Konzept mit leichterer Bedienung, lohnt es sich gerade für Marketing Cloud Neueinsteiger ab sofort mit dem Content Builder zu arbeiten. Classic Content bietet ein paar Features, die im Content Builder noch nicht unterstützt werden (Live Offers bzw. Live Coupons, Verfügbarkeit für Distributed Sending, etc.). Auch hier ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese nachgezogen werden. Für bestehende Marketing Cloud Nutzer, wo diverse Kampagnen bereits am Laufen sind, ist ein Umzug zum Content Builder nicht notwendig. Vielmehr sollte darüber nachgedacht werden, ob neue E-Mail-Kampagnen, mit den Content Builder erstellt werden.

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